Time to act on AI

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Einleitung: Warum das jetzt ein CEO-Thema ist

KI ist kein Feature – sie wird zum Betriebssystem für Commerce.

KI verändert im E-Commerce nicht nur einzelne Prozesse – sondern das gesamte Betriebssystem: Wie schnell Software entsteht, wie viel Operatives automatisiert werden kann, wie Kunden suchen und entscheiden und wie Wettbewerb funktioniert.

Für CEOs ist das keine Tool-Debatte, sondern eine Management-Frage: Wer KI als System betreibt, gewinnt Geschwindigkeit, Effizienz und Relevanz. Wer nur einzelne Tools „einführt“, bleibt im Pilotmodus hängen.

These 1: Software wird schneller, einfacher und „billiger“ umsetzbar

Weniger Aufwand pro Change – mehr Iterationen pro Woche.

KI beschleunigt den gesamten Software-Lifecycle: Anforderungen, Coding, Tests, Dokumentation, Migration. Dadurch sinkt die Eintrittshürde für neue Features, Integrationen und Iterationen drastisch.

Die Kernfrage wird weniger „Können wir das bauen?“ und mehr „Sollten wir das bauen – oder ist es Commodity?“ Wettbewerb verschiebt sich von Entwicklung hin zu Priorisierung, Integration und Time-to-Change.

These 2: Operations werden zunehmend von Agenten übernommen

Agenten sind digitale Mitarbeiter – mit Guardrails, Monitoring und Ownership.

E-Commerce-Operations bestehen aus tausenden wiederkehrenden Entscheidungen: Content, Kampagnen, Service, Forecasting, Pricing, Fraud, Retouren. Agenten setzen dort an, wo Prozesse wiederholbar, messbar und kontrollierbar sind.

Der Hebel ist nicht nur Kostensenkung, sondern Skalierung: mehr Varianten, mehr Tests, schnellere Reaktion. Gleichzeitig braucht es Guardrails (Qualität, Brand, Compliance) und kontinuierliches Monitoring.

These 3: KI verändert Konsumentenverhalten und Discovery

Discovery wandert in AI – Shops müssen für Agenten „lesbar“ werden.

Kunden bewegen sich von Shop-Navigation hin zu Intent: „Ich brauche X für Y“. Chatbots werden zum Discovery-Layer und beeinflussen, welche Produkte überhaupt in die Auswahl kommen.

Damit entsteht eine neue Disziplin: AI-Readability. Entscheidend sind strukturierte Produktdaten, klare Nutzenargumente, Vergleichbarkeit und Trust-Signale. Sichtbarkeit wird nicht nur über SEO/Ads gewonnen, sondern über Empfehlung durch AI-Systeme.

These 4: Geschwindigkeit nimmt zu – und wird zum Wettbewerbsvorteil

Speed wird zur Strategie: schneller testen, schneller lernen, schneller skalieren.

KI beschleunigt Entwicklung, Experimente und Entscheidungen. Speed ist nicht nur Effizienz – Speed ist Strategie, weil schnelleres Lernen einen kumulativen Vorsprung erzeugt.

Organisationen müssen von Freigaben auf Guardrails und Ownership umstellen. Kleine Releases, schnelle Feedback-Loops und Experiment-Engines werden zum Standard – sonst profitieren nur Wettbewerber vom neuen Tempo.

These 5: Chatbots werden Shopping Agents

Chatbots werden Shopping Agents – zuerst als Auswahlmaschine, später auch für Checkout.

Chatbots entwickeln sich von Beratung/Support zu Shopping Agents: Produkte finden, vergleichen, auswählen – und zunehmend Kaufhandlungen auslösen. Heute findet der Checkout oft noch im Shop statt, aber die Auswahlentscheidung verschiebt sich zunehmend in AI-Interfaces.

Für Händler heißt das: Wer nicht „agent-ready“ ist (Datenfeeds, Policies, Verfügbarkeit, Checkout-Friction), verliert Relevanz – selbst wenn der Shop technisch gut ist.

Was CEOs tun sollten: Die 4 Entscheidungsfragen

Von Vision zu Betrieb: KPI, Ownership, Guardrails, Monitoring.

  • Effizienz mit Software: Wo entsteht heute Reibung durch Übergaben, Excel, manuelle Koordination? Was ist Commodity (Buy) vs Differenzierung (Build)?
  • Agenten sinnvoll einsetzen: Wo gibt es wiederkehrende Entscheidungen mit messbaren KPIs? Wo braucht es Guardrails, Monitoring und Owner?
  • In Chatbots gefunden werden: Sind Produktdaten maschinenlesbar, vergleichbar, aktuell? Warum sollte ein Agent uns empfehlen?
  • Schneller werden: Welche Entscheidungen dauern zu lange? Haben Teams Ownership, Experiment-Engine und kurze Release-Zyklen?

Warum KI Services wichtig werden

KI muss nicht nur eingeführt, sondern dauerhaft betrieben werden.

KI ist kein statisches Feature. Modelle, Prompts, Daten und Integrationen müssen laufend überwacht, getestet, verbessert und abgesichert werden (Qualität, Kosten, Compliance).

Darum entstehen KI Services als dauerhafte Fähigkeit: Beratung (Strategie), Integration (Stack & Daten), Operations (MLOps/PromptOps) und Managed Services (laufende Optimierung). Wer KI nicht betreibt, wird von denen überholt, die sie als System managen.

KI im Betrieb: PromptOps als neues Operations-Thema

PromptOps statt Prompting: Betrieb, Versionierung, Qualitätssicherung.

Sobald generative KI produktiv läuft, wird Prompting zum Betriebsproblem: Prompts müssen versioniert, getestet, überwacht und verbessert werden – wie Code. Ohne PromptOps steigen Risiken: schwankende Qualität, inkonsistenter Markenauftritt, unnötige Kosten.

Wer KI ernsthaft nutzen will, braucht deshalb Prozesse und Tools für Prompt-Lifecycle, Quality Gates und Monitoring – intern oder als Service.

Vertiefung: Warum Agentic Commerce für Retailer riskant ist

Risiken & Abhängigkeiten steigen – Intermediäre kontrollieren Discovery.

Wenn Shopping Agents die Produktauswahl übernehmen, droht ein Machtshift: Der Erstkontakt wandert zum Intermediär, Marken werden austauschbarer und Wettbewerb verschiebt sich Richtung Preis, Verfügbarkeit und maschinenlesbare Trust-Signale.

Deshalb müssen Händler agent-ready werden: saubere Feeds, klare Policies, stabile Lieferperformance und ein Differenzierungsnarrativ, das Maschinen nachvollziehen können.

Vertiefung: Wie Agenten das Shopping konkret verändern

Was Agentic Commerce praktisch bedeutet – aus der Perspektive von User Journeys.

Agentic Commerce ist kein „Chatbot im Shop“, sondern eine neue Journey: Bedürfnis formulieren → Auswahl wird extern vorgefiltert → Händler werden über Empfehlungen vergleichbar gemacht → Checkout wird zunehmend entkoppelt.

Wer hier gewinnen will, muss verstehen, wie Agenten ranken, welche Signale zählen (Preis, Verfügbarkeit, Delivery, Retouren, Reviews) und wie man diese Signale systematisch verbessert.

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